Liederkranz 1888 Belsen e.V.

Mit einem Jubiläumskonzert  feierte derLiederkranz 1888 Belsen e.V.am vergangenen Samstag, sein 130-jähriges Bestehen. In der Aula des Quenstedt-Gymnasiums hatten sich zahlreiche Besucher eingefunden, um dem Liederkranz, teilweise unterstützt durch  den Liederkranz Öschingen und den Männergesangsverein Genkingen, zu lauschen. Umrahmt wurde das Ganze durch das Kammerorchester Mössingen, das mit der Polka aus der «Tschechischen Suite» von Antonin Dvorak und der Zwischenmusik aus «Josef Kajetàn» sowie nach der Pause mit der Zwischenaktmusik aus «Rosamunde» von Franz Schubert einfühlsam und mit viel Ausdruck gespielt,  langen Beifall erhielt. Dirigent Schöller-Manno leitete das Kammerorchester. Dirigent Wolfgang Hartter hatte die Chorvorträge zusammen mit dem Leiter des Liederkranzes Öschingen, Rainer Klett, in monatelanger Probenarbeit eingeübt.
Eröffnet wurde der Abend mit dem „Bundeslied“ gefolgt von „Schäfers Sonntagslied“ von Conradin Kreutzer und dem „Sanctus“ von Friedrich Silcher.
Zusammen mit dem Liederkranz Öschingen und dem Männergesangsverein Genkingen erklangender „Frohe Sängermarsch“, das Volkslied „Ei du Mädchen vom Lande“ und „Heilig Heimatland“ dann stimmgewaltig in der Aula.
Nach Überwindung einer kleinen technischen Panne gab Thomas Fischer in seinem Vortrag «130 Jahre Liederkranz Belsen» mit vielen interessanten alten Bildern und Fotos einen Einblick in die Geschichte des Männerchors, die im  Drei-Kaiser-Jahr 1888 begann. Im Herbst dieses Jahres hatte der Feuerwehrhauptmann Johannes Schlegel, von den Belsemern „Ober Ähne“ genannt, den «Männergesangsverein Belsen» gegründet.
Trotz anfänglicher Schwierigkeiten konnten sich die Sänger im Laufe der Jahre einen geachteten Platz in der Dorfgemeinschaft erarbeiten und bereicherten viele Dorfveranstaltungen mit ihrem kräftigen Gesang.
Es dauerte bis zum Jahre 1910, bis der Verein eine Fahne bekam. Diese Fahne wurde von dem damals 15-jährigen Michael Saur entworfen und wurde mit Hilfe einer Kollekte unter den nach Amerika ausgewanderten Belsemern, die den stattlichen Betrag von 100 Dollar ergab, bezahlt. Anlässlich der Fahnenweihe erhielt der Männergesangsverein Belsen den bis heute gültigen Namen «Liederkranz 1888 Belsen e.V.»  Die Fahne ziert im Internet die Eingangsseite des Webauftritts des Vereins unter www.liederkranz-belsen.de.
Nach diesem Rückblick erklang, vom Liederkranz Belsen gesungen; „Die Legende von den 12 Räubern“, das russische „Prjiditje“ und „Die goldne Wolke“ von Peter Tschaikowsky.

Liederkranz und Kammerorchester beschlossen den Abend mit dem nach dem englischen Kirchenlied «Amazing grace» gestalteten  «Ein schöner Tag»– ein Beitrag, bei dem der Beifall eine Zugabe forderte.

Am heutigen Freitag, 20. Juli, ist die letzte Singstunde vor der Sommerpause. Am 28. September 2018 beginnt dann das neue Sängerjahr mit der ersten Singstunde nach der Pause.

Weitere Informationen über den Liederkranz und die Gemeinde Belsen findet man wie oben erwähnt auf der Internetseite www.liederkranz-belsen.de.